Containerumschlag auf Binnenschiffe in Rotterdam.

BDB nimmt Hafen Rotterdam als neues Mitglied auf

Seit Ende November 2015 ist der Seehafen Rotterdam Mitglied im Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. (BDB). Der Vereinsvorstand votierte im Rahmen seiner Gremiensitzung am 24. November 2015 in Berlin einstimmig für die Aufnahme des Hafens Rotterdam, der als Branchenverband die Interessen der gewerblichen Güter- und Fahrgastschifffahrt in Deutschland vertritt. Für den BDB ist diese Entwicklung ein weiterer wichtiger Schritt bei der zukünftigen strategischen Ausrichtung des Verbandes als kompetenter Ansprechpartner für das gesamte System Wasserstraße. BDB-Präsident Martin Staas sagte, dass die Zusammenarbeit bereits jetzt sehr konstruktiv und erfolgreich ist um die ständig wachsenden Gütermengen zu bewältigen.

Containerumschlag auf Binnenschiffe in Rotterdam.

Containerumschlag auf Binnenschiffe in Rotterdam. © BDB

Rotterdam kommt dabei bereits heute eine Schlüsselfunktion für die Binnenschifffahrt zu, die sich in Zahlen darstellen lässt: Er spielt eine wesentliche Rolle beim Zustandekommen des deutsch-niederländischen Handelsvolumens von 169 Mrd. Euro – eines der größten Handelsvolumen der Welt. Rund 65 % des Containervolumens im Hafen Rotterdam – insgesamt 12,3 Mio. TEU in 2014 – gehen in das deutsch-niederländische Hinterland oder kommen von dort. Jährlich fahren etwa 110.000 Binnenschiffe in den Hafen Rotterdam ein. Bis 2035 soll der Modal Split der Binnenschifffahrt dort auf 45 % anwachsen; der Lkw-Hinterlandverkehr soll im gleichen Zeitraum von 45 % auf 35 % reduziert werden. Mit der verbindlichen Vorgabe des Modal Split der Binnenschifffahrt in der Maasvlakte 2 werden aktiv Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung dieses Verkehrsträgers ergriffen. Aufgrund dieser Bedeutung für die Branche lag es auf der Hand, die bisherige sehr gute Kooperation nun in Form einer Mitgliedschaft im Verband zu festigen.