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Sonntag, September 27, 2020
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The Art of Making Propeller

Die größten Schiffspropeller der Welt werden nicht an der Küste gebaut sondern haben ihre Wiege im Norden Deutschlands. Genauer gesagt: Mitten in der Mecklenburgischen Seenplatte.
Seit mehr als 60 Jahren baut die „MMG – Mecklenburger Metallguss GmbH“ im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern Propeller für die Schifffahrt.

Firmensitz der MMG in Waren im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.Mittelfrequenz-Schmelzofen mit Betriebstemperatur wie in einem Vulkan.Schmelzofen zur Materialschmelze für Schiffspropeller.Abguss für Schiffspropeller.Gußform für Schiffspropeller.Rohling eines Schisprollers.Auf einer Fräsmaschine bekommt der Schiffspropellerrohling seine vorläufige Form.Die Flächenfräse bearbeitet die Schiffspropellerflächen entsprechend der vorgegebenen Kundenwünsche.Schleifrobotor geben dem Schiffspropeller seine endgültige Form und Oberfläche.Ein- und Austrittskanten, werden auch bei den größten Schiffspropellern immer noch von Hand geschliffen.Farbeindringverfahren um Propeller auf nicht sichtbare Risse zu prüfen.Schiffspropeller auf Tieflader.Der Propeller aus Waren an der Müritz ist am Schiff montiert worden.

Darunter die größten und die schnellsten. Die schwersten bringen 130 Tonnen auf die Waage. Ihre Herstellung erfordert Fingerspitzengefühl und viel Geduld. Materialfehler sowie Lieferverzögerungen hätten fatale Folgen – Die Propeller und Schiffe, um die es geht, sind groß und teuer. Dabei paart sich modernste Bearbeitungstechnik mit dem handwerklichen Geschick der erfahrensten MMG-Mitarbeiter. Denn besonders sensible Bereiche, wie beispielsweise die Ein- und Austrittskanten, werden auch bei den größten Propellern noch von Hand geschliffen. Und immer wieder wird zwischendurch gemessen. Erst wenn er nach allen Prüfungen als passgenau gilt, wird eine Welle, oft sogar das Original, zur Probe in die Nabe eingelassen. Jetzt zeigt sich, ob wirklich sorgfältig gearbeitet wurde – und der Propeller auch nicht „eiert“. Dann geht alles ganz schnell. Der Propeller erhält ein Abnahmezeugnis, ausgestellt von einer Klassifikationsgesellschaft, vergleichbar dem TÜV an Land. Dann macht er sich auf den langen Weg zu „seinem“ Schiff, das eben oft in Asien entsteht. Erst auf einem Schwerlasttieflader zum Hamburger Hafen, und von hier aus dann noch „auf“ und nicht „am“ Schiff in eines der Schiffbauländer der Welt.

Fotos: Peter Pospiech

Dipl. -Ing. Peter Pospiech
Redaktionsleitung bei VEUS-Shipping.com mit Schwerpunkt Schiffsbetriebstechnik, Transport, Logistik, Schiffahrt, Hafen und dem weitreichenden Thema Umweltschutz sowie gesetzliche Auflagen für Antriebsmaschinen.

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