ROTRA VENTE im Hafen von Esbjerg.

Siemens Wind Power geht unter die Reeder

Die ROTRA VENTE soll künftig den Transport von bis zu acht Maschinenhäusern für Offshore-Windräder durchführen wie die Windenergiesparte des Unternehmens mitteilte. Dazu hat Siemens Wind Power sein erstes Schiff in Betrieb genommen.

Es wurde speziell für kostengünstige Transporte der riesigen Maschinenhäuser für die direkt angetriebenen Offshore-Windenergieanlagen entwickelt. Das 141 Meter lange Schiff kann pro Fahrt mehrere Maschinenhäuser für 8-Megawatt-Anlagen laden und wird künftig den Produktionsstandort Cuxhaven mit den Installationshäfen in Nord- und Ostsee verbinden. Siemens und dessen Logistikpartner deugro feierten kürzlich die Auslieferung des Schiffs gemeinsam mit Kunden und Vertretern der Offshore-Windbranche im dänischen Hafen Esbjerg. Ein Schwesterschiff soll bereits im Frühjahr 2017 folgen.

Auf dem Schiffsrumpf eines Containerschiffes basierend wurde das Schiff in der niederländischen Werft Holland Shipyard in der Stadt Hardinxveld-Giessendam für den neuen Einsatz umgebaut. Zu der neuen Ausstattung zählen eine riesige Bugklappe, die das beladen im Ro/Ro-Verfahren ermöglicht und ein neu gestaltetes Deck. Ein Teleskopdach schützt die Maschinenhäuser in Fahrt vor Salzwasser. In Häfen ohne Ro/Ro-Rampe lässt es sich zum Löschen der Ladung per Kran öffnen. Die Rotra Vente kann aufgrund der Flexibilität ihres Decksaufbaus bis zu neun Turmsegmente oder drei bis vier Rotorblattsätze laden.

Seit Beginn ihrer Indienststellung verschiffte die ROTRA VENTE bereits einige Anlagen vom dänischen Apenrade durch den Nord-Ostsee-Kanal nach Esbjerg. Auch wenn der Transport durch den NOK im Vergleich zum Straßentransport rund 300 Kilometer länger ist, wird er mit dem Seetransport erheblich kostengünstiger.

Wie das Unternehmen mitteilte entsteht zurzeit das Schwesterschiff ROTRA MARE auf einer Werft. Es wird Raum für zwölf Rotorblätter bieten und soll zwischen den Werken im britischen Hull und im dänischen Aalborg und den jeweiligen Installationshäfen verkehren.

Quelle: Siemens/PP