Antwerpen – drittwichtigster Hafen für Österreichs Seehafen-Transitverkehr

Nur von Koper (in Slowenien) und Rotterdam übertroffen

Antwerpen – Rund 16 Prozent des gesamten Seehafen-Transitverkehrs Österreichs – mit steigender Tendenz – laufen derzeit nach letzten Angaben über den belgischen Hafen Antwerpen, nach Rotterdam der zweitgrößte Hafen Europas bezüglich Gesamt-Warenumschlag, wie die österreichische Wirtschaftsdelegierte in Belgien, Frau Martina Madeo kürzlich in einem Beitrag in einem österreichischen Wirtschaftsmagazin betonte.

Damit nimmt Antwerpen als Seehafen für die österreichische Wirtschaft Rang drei hinter dem slowenischen Koper und dem niederländischen Rotterdam ein. Erst dann folgen die deutschen Häfen Hamburg und Bremen bzw. die Adriahäfen Triest und Rijeka. Letztere beiden werden mengenmäßig ebenfalls von Koper übertroffen (siehe auch VEUS-News über Adriahäfen vom 12. Oktober 2017).

2017 haben die Güterströme zwischen Österreich und Antwerpen bzw. retour um mehr als 14 Prozent im Vergleich zu 2016 zugenommen – von 2,8 Mill t auf 3,5 Mill. t. (Die betreffenden Österreich-Zahlen für 2018 liegen noch nicht vor). Der gesamte Frachtumschlag Antwerpens lag 2018 zum sechsten Mal (!) in Folge bei 235 Mill. t und zwar in allen Frachtgüterkategorien.

Für den hohen Anteil österreichischer Importe und Exporte spielen ausgezeichnete intermodale Verbindungen in das europäische Hinterland eine wichtige Rolle. So gibt es mehrmals in der Woche Güterzugsverbindungen zwischen Antwerpen und Wien, Graz, Linz und Wels. Auf der Schiene werden hauptsächlich Stahl, Maschinen, Holz und –produkte, Kräne, chemische und petrochemische Erzeugnisse, Container, sowie Güter der Automobilindustrie befördert.

Antwerpen ist führender Break-Bulk-Hafen Europas mit 14 spezialisierten Terminals und über 200 Abfahrten von Break-Bulk-Schiffen pro Monat in alle Märkte. Auch die Hafenbetriebe sind gefragte Partner und bieten österreichischen Verladern eine effiziente und kostengünstige Logistik, sowie Dienstleistungen in verschiedenen Bereichen an. Darüber hinaus ist Antwerpen nicht nur eine hervorragende Logistik-Drehscheibe, sondern auch Europas größter Petrochemiecluster mit Produktionsstandorten der wichtigsten Player. Die Megainvestitionen in der österreichischen Borealis-Gruppe in eine Propan-Dehydrierungsanlage verleiht dem Cluster weitere Dynamik, wie Frau Madeo in ihren Ausführungen unterstrich.