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Montag, September 28, 2020
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Eckpunkte zum weltweiten Klimaschutz

Status der Aktivitäten der deutschen maritimen Wirtschaft

  • Vor dem Hintergrund des Klimagipfels in Paris von 2015 veröffentlichte die Fachgemeinschaft „Motoren und Systeme“ des VDMA zur 10. Nationalen Maritimen Konferenz von 2017 ein „10-Thesen-Papier“ zur „Maritimen Energiewende“.
  • Im Frühjahr 2018 steckte die IMO der weltweiten Schifffahrt das Ziel, die CO2-Emission des Schiffsbetriebs bis 2050 zu halbieren und ab dem Jahr 2100 CO2-neutral zu fahren.
  • Auf der SMM 2018 wurden von der Motorenindustrie keine zukunftweisenden Entwicklungen präsentiert, die auch nur im Ansatz zu den Zielen der IMO hätten führen können.
  • Der Geschäftsführer von Caterpillar Motoren, Frank Starke, gleichzeitig Vorstandsmitglied der Fachgemeinschaft Motoren und Systeme des VDMA, erklärte auf der Eröffnungspressekonferenz zur SMM 2018, dass man, um eine Energiewende für die Schifffahrt einleiten zu können, erst einmal einen neuen Systemansatz finden müsse.
  • Mit einer Presseinformation vom 23. Mai 2019 verkündete die Fachgemeinschaft Motoren und Systeme des VDMA, vertreten unter anderem von Uwe Lauber, CEO von MAN Energy Solutions und Vorstandsvorsitzender der Fachgemeinschaft Motoren und Systeme, dass die maritime Industrie ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten werde. In der Presseinformation werden Maßnahmen genannt, für die es keine verbindlichen Grundlagen im Sinne eines internationalen Regelwerkes gibt. Das mahnt der VDMA zwar an, doch wenn die IMO Ziele steckt, ohne damit sofort ein verbindliches Regelwerk vorzulegen, dann bleiben derartige Absichten erfahrungsgemäß ohne nachhaltigen Erfolg.
  • Mit der Presseinformation vom 23. Mai 2019 wird unter anderem auf eine Broschüre zur Maritimen Energiewende verwiesen, deren Inhalt angeblich zeige, dass man „bei der Umsetzung der Energiewende technologieoffen“ bleiben müsse, da es für die Schifffahrt „keine Einheitslösung“ gäbe. Das Fatale daran: Die in der Broschüre beschriebenen Beispiele sind ausnahmslos alt, teilweise nicht übertragbare Sonderfälle und bieten keinen Ansatz in Richtung Klimaziele der IMO.
Hans-Jürgen Reuß
Der Autor betreibt ein Pressebüro mit den Schwerpunkten Schifffahrt, Schiffbau, Schiffbauzulieferindustrie und Schifffahrtsgeschichte.

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