Panamakanal

Niedrigwasser im Panama-Kanal gefährdet Schiffsverkehr

Negative Auswirkung des Klimawandels

Der 81 km lange Panama-Kanal, die wichtigste Schifffahrtsstraße zwischen der mit dem Atlantik verbundenen Karibik und dem Pazifischen Ozean, bekommt die Auswirkungen des Klimawandels zu spüren. 20 Jahre, nachdem die Republik Panama von den USA die volle Souveränität über den Kanal erhalten hatte (Jahreswende 1999/2000) läuft der Schiffsverkehr Gefahr, durch ein „Wasserdefizit“ beeinträchtigt zu werden, wie die Kanalverwaltung vor Kurzem bekannt gab.

Diesen Angaben zufolge ist 2019 über Panama viel zu wenig Regen nieder gegangen. Die Niederschlagsmenge lag in diesem Jahr um 27 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt. Dazu kam noch, dass die Temperatur des Gatun-Sees im Nordabschnitt des Kanals, seines Hauptwasserlieferanten, im vergangenen Jahrzehnt um 1,5 Grad Celsius angestiegen war, was zu erheblichen Wasserverlusten durch Verdunstung geführt hat. So bestehe die Gefahr, dass Größe und Gewicht von Schiffen, die den Kanal passieren, reduziert werden müssen. Deshalb prüft die Kanalverwaltung nun neue Möglichkeiten, den Wasserverlust wettzumachen. Dazu zählt die Erschließung unterirdischer Quellen oder die Entsalzung von Meerwasser.

Hauptbenutzer der 2016 ausgebauten Wasserstraße sind in erster Linie die USA, China und Japan. Bis vor Kurzem wurden rund fünf Prozent des Welthandels mit Schiffen über den Panama-Kanal abgewickelt. Nun ist dieser Prozentsatz auf 3,5 gesunken. Hauptgrund ist der Kanalverwaltung zufolge, dass sich der Schwerpunkt der globale n Handelsverbindungen nach Asien und Europa verschoben hat – zu Lasten der USA und von Lateinamerika.