Brueckenkran mit Containern im Hafen Wien.

Donauhafen Wien trotzt der Corona-Krise

Trotz zahlreicher Einschränkungsmaßnahmen im Gefolge der Corona-Krise auch in Österreich hält der Wiener Donauhafen als wichtiges Infrastruktur- und Versorgungsunternehmen seinen Vollbetrieb und seine Dienstleistungen für Österreichs Bevölkerung aufrecht. Lager, Umschlagplätze und Containerterminal bleiben offen, auch die Zollabfertigungen werden weiter angeboten.

Allerdings wird dem Schutz der Mitarbeiter, Kunden und Partnern höchste Aufmerksamkeit gewidmet. Das gilt auch für die reibungslose Versorgung der Wiener Bevölkerung mit Waren und Dienstleistungen, die über den Hafen abgewickelt werden. Denn der Hafen ist und bleibt eine der wichtigsten Waren-Drehscheiben für die Versorgung Wiens. Ein Beispiel dafür sind Medikamente, die größtenteils in asiatischen Ländern produziert und von dort importiert werden, was bereits zu Kritiken Anlass gegeben hat: lebenswichtige Güter sollten im eigenen Land produziert werden.

Wegen der Krise konnte die, üblicherweise, im Monat April beginnende Flusskreuzfahrt-Saison auf der Donau noch nicht gestartet werden. In den österreichischen Häfen, so vor allem in Wien und Linz, liegen zahlreiche Kreuzfahrtschiffe, auch von ausländischen Reedereien, weiterhin vor Anker.

Trotz der gegenwärtigen Krise werden für die Donauschifffahrt bereits Zukunftspläne erwogen, um Transportwege mehr auf das Wasser zu verlegen. Bei einem kürzlich erfolgten Arbeitsgespräch des Verkehrslandesrates des Bundeslandes Niederösterreich, Ludwig Schleritzko, mit dem Staatssekretär im österreichischen Verkehrsministerium, Magnus Brunner, wurden Pläne erörtert, die Donauhäfen und die Schwarzmeerhäfen besser zu vernetzen. Dafür ist Schleritzko zufolge bereits Vorarbeit geleistet worden – mit dem Projekt „Danube – Black Sea – Gateway“. Dabei geht es vor allem um Unterstützungsmaßnahmen für die Donau-Schwarzmeerregion, eine attraktive Region für Hochsee- und Binnenwassertransport zwischen Zentraleuropa, dem Schwarzen Meer und der Kaspischen Region, sowie darüber hinaus auch zum Fernen Osten. Derzeit wird das Potential des Warentransportes auf der Donau nur zu zehn Prozent ausgeschöpft. Auf dem Strom seien aber jährlich Warentransporte von bis zu 100 Mill. t möglich.