Die MS CONTAINERSHIP VI mit Scrubber-System von AlfaLaval.

Meßbarer Erfolg durch Einsatz von AlfaLaval Abgasreinigungssystem

Die Reederei H.-P. WEGENER, ein Familienunternehmen mit mehreren Generationen Erfahrung in der Küstenschifffahrt, verzeichnet nachweisbaren Erfolg mit Alfa Laval PureSOx-Abgasreinigungssystemen als Lösung um die Emissionsgrenzwerte für Schwefel einzuhalten. Während mehr als 1.000 Tagen kontinuierlichem Scrubberbetrieb auf zwei ihrer an Kunden vercharterten Containerschiffe konnte die Reederei deutliche Einsparungen bei den Kraftstoffkosten dokumentieren.

Die Flotte der in Jork an der Unterelbe ansässigen Reederei besteht aus vier Container-Feederschiffen, von denen zwei an den finnischen „Door-to-Door Carrier“ Containerships Ltd. Oy verchartert sind. Die beiden auf 45 ft Container optimierten 1.000 TEU-Schiffe MS CONTAINERSHIPS VI und MS CONTAINERSHIPS VIII – ausgerüstet mit 12.600 kW Wärtsilä Viertakt-Hauptmaschinen – wurden zu Beginn des Jahres 2015 mit Alfa Laval PureSOx nachgerüstet.
Ausgeführt wurden die Arbeiten von der Bremerhavener Werft German Dry Docks. Die Schiffe der Reederei waren die ersten Feederschiffe, die mit dem PureSOx-Scrubber nachgerüstet wurden. Im Jahr zuvor hatte die Werft schon fünf ConRo Schiffe mit dem System nachgerüstet und hat seitdem weitere Container-Feederschiffe ähnlicher Größe und mit ähnlichem Betriebsprofil wie Containerships VI und VIII nachgerüstet.
Die Umbauten erfolgten auf Wunsch von Containerships Ltd. Oy bereits bevor die neuen Vorschriften zu Schwefelemissionsreduzierungen im Januar 2015 in Kraft traten. Das Jorker Schifffahrtsunternehmen, welche zur Finanzierung der Scrubber einen neuen Chartervertrag mit Containerships Ltd. Oy verhandelte, sieht den Nutzen der Investition schon nach 18 Monaten Betrieb.

Eine Investition, die sich gelohnt hat

Wie in den meisten Charterverträgen festgelegt ist, beschafft und bezahlt Containerships Ltd. Oy den Kraftstoff der bei ihnen tätigen Flotte. Da die beiden Schiffe ausschließlich in sogenannten Emission Control Areas (ECAs) verkehren, war eine kostengünstige Lösung zur Einhaltung der Vorschriften entscheidend für einen wirtschaftlichen Einsatz der Schiffe. „Mit PureSOx können CONTAINERSHIPS VI und CONTAINERSHIPS VIII weiterhin HFO als Kraftstoff verwenden und müssen nicht auf teure Destillate mit niedrigerem Schwefelgehalt ausweichen“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter des Unternehmens, Dr.-Ing. Jörn Mecklenburg. „Der Einsatz eines Scrubbers lohnt sich bereits, wenn Schiffe 40 Prozent ihrer Zeit in ECAs verkehren. Damit war die Wirtschaftlichkeitsrechnung für diese Schiffe sehr klar und trotz der im vergangenen Jahr geringeren Preisdifferenz der Kraftstoffe in Dollar, jedoch durch den merklich gestiegenen Wechselkurs hat sich die Investition für den Charterer und die Reederei gleichermaßen gelohnt.“
Bei der Auswahl der Scrubber hatte die Reederei freie Hand. Aufgrund der nachgewiesenen Vorzüge und dem Ruf von Alfa Laval als erfahrenem Scrubberhersteller mit einem überzeugendem und bereits erprobtem Lösungskonzept für die beiden Schiffe entschied man sich für PureSOx. „Wir wollten die Lösung mit der höchsten Qualität und der längsten Nutzungsdauer. Während des Auswahlprozesses und in der Zeit der Installation waren wir mit der Unterstützung durch Alfa Laval überaus zufrieden.“

Vorbereitet für alle Eventualitäten

MS CONTAINERSHIPS VI und VIII waren somit die ersten Vollcontainerschiffe, die mit PureSOx ausgerüstet wurden. Die Schiffe erhielten speziell für ihr Einsatzgebiet in der Ostsee, wegen der niedrigen Alkalinität des Ostseewassers, ein jeweils mit höherer Reinigungskapazität ausgelegtes offenes PureSOx-System, das auch bei hoher Maschinenleistung und Schiffsgeschwindigkeit über 19 kn voll einsatzfähig bleibt.
Zusätzlich entschied sich die Reederei dazu, die Installation für eine Erweiterung zu einem Hybridsystem vorzubereiten, um zu einem späteren Zeitpunkt die Möglichkeit zu haben die Komponenten für einen Betrieb im geschlossenen Kreis hinzuzufügen. Diese Möglichkeit der Abgasentschwefelung im geschlossenen Kreis gibt dem Unternehmen die Flexibilität sich auf mögliche zukünftige Änderungen einzustellen. „Falls neue Vorschriften in den Fahrtgebieten der beiden Schiffe in Kraft treten sollten, müssen wir uns keine Gedanken über komplett neue Systeme machen“, erklärt Mecklenburg.

Einsparungen führen zu schnellem ROI (Return-on-Investment)

Nach in Summe 1.000 Tagen kontinuierlichem Betrieb auf den beiden Fahrzeugen, hat das Jorker Schifffahrtsunternehmen die Wirkung von PureSOx als verlässliche Lösung zur Einhaltung der Emissionsvorschriften festgestellt. Insbesondere hat die Reederei, zusammen mit dem Charterer, deutliche Einsparungen bei den Kraftstoffkosten erreicht. Mecklenburg: „Wir sind sehr zufrieden mit der Zuverlässigkeit der Systeme in deren erstem Betriebsjahr. Innerhalb einer kürzeren Zeit als ursprünglich veranschlagt wird sich die Scrubberinvestition amortisiert haben“.
Der Einsatz von MGO oder eines ähnlichen Kraftstoffs mit niedrigem Schwefelgehalt hätte, basierend auf der Preisdifferenz zum kostengünstigen HFO in russischen Häfen, die Kraftstoffkosten für den Charterer quasi verdoppelt. Bei einem Verbrauch von ca. 8.000Tonnen pro Jahr wären dies nach Mecklenburgs überschlägiger Berechnung Mehrkosten von 1,5 Millionen Euro gewesen. Stattdessen erlauben die durch PureSOx erreichten Einsparungen dem finnischen Charterer in Zusammenarbeit mit den Jorkern den wettbewerbsfähigen Betrieb im spezialisierten 45 Fuß-Containersegment durch Hinzugewinnung von Marktanteilen weiter auszubauen.
„Dank der Zusammenarbeit mit Alfa Laval können wir die Emissionsvorschriften einhalten und unser Charterer kann attraktiveren Frachtraum anbieten. Unsere Erfahrungen bestätigen die klaren Vorteile die das Scrubber-System bietet, es ist wirtschaftlich und lässt uns ruhiger schlafen“ sagt Dr. Mecklenburg.

Beitrag: AlfaLaval / P Pospiech