Doeksen-Katamaran

MTU-Gas-Ottomotoren für Doeksen-Katamarane

MTU liefert an Strategic Marine

Der neue MTU Gas-Ottomotor.

Der neue MTU Gas-Ottomotor. © Werk

Anlässlich der Internationalen Schifffahrtsmesse SMM in Hamburg unterzeichneten Verantwortliche von der in Singapur ansässigen Werft Strategic Marine und von Rolls-Royce einen Vertrag zur Lieferung von vier MTU-Gas-Ottomotoren für zwei neue 70-Meter lange Katamarane der niederländischen Reederei Doeksen. Außer den niederländischen Fähren werden MTU-Gas-Ottomotoren auch einen neuen Hafenschlepper von Damen für die Reederei Svitzer antreiben und eine neue Bodenseefähre der Stadtwerke Konstanz.

Die zwei Aluminium-Katamarane sollen ab 2018 im Dienst der Reederei Doeksen den Fährverkehr für jeweils bis zu 66 Fahrzeuge und 599 Passagiere zwischen Harlingen auf dem niederländischen Festland und den Inseln Terschelling und Vlieland aufnehmen. Zur Flotte gehören bislang sieben weitere Fährschiffe. Das Wattenmeer wurde 2009 als Weltnaturerbe ausgezeichnet wegen seines einzigartigen geologischen und ökologischen Werts.

Von links: Richard de Vries, Mark Newbold und Knut Müller.

Vertragsunterzeichnung zur Lieferung von vier MTU Gas-Ottomotoren. Von links: Richard de Vries (Betriebsleiter Reederei Doeksen), Mark Newbold (CEO Strategic Marine) und Knut Müller (Leiter Marine- und Behördengeschäft bei MTU). © Werk

Richard de Vries, Betriebsleiter bei Doeksen, sagt: „Gerade auf dem als besonders schützenswert ausgezeichneten Wattenmeer ist es uns sehr wichtig, unsere Schiffe besonders umweltfreundlich zu betreiben. Die MTU-Motoren waren daher für uns die richtige Wahl, auch wegen ihres dynamischen Beschleunigungsvermögens“. Die RoPax-Fähren werden von Strategic Marine in Vietnam gebaut und konzipiert von BMT Nigel Gee, das Innendesign stammt von Vripack. Die 70-Meter langen Katamarane erhalten für den Hauptantrieb zwei 16-Zylinder-Vorserien- Gas-Ottomotoren der Baureihe 4000 von MTU mit jeweils rund 1.500 Kilowatt Leistung. Die IMO III-konformen Motoren treiben Azimuth-Festpropeller an, die Schiffe erreichen damit eine Betriebsgeschwindigkeit von 14 Knoten.

Mark Newbold, Vorstand von Strategic Marine, erklärt: „Das ist ein Meilenstein- Projekt für uns. Wir sehen in der Transport-Schifffahrt einen immer stärkeren Fokus auf Umweltaspekte. Erdgas ist dabei für viele Betreiber Kraftstoff der 1. Wahl. Wir fühlen uns verpflichtet, maßgeblich an der Entwicklung von Erdgas und anderen emissionsreduzierenden Techniken beteiligt zu sein – für unsere Kunden und die Umwelt.“

Beitrag: MTU/P.Pospiech