Mit 98m die größte Yacht der Werftgeschichte von Abeking & Rasmussen.

Yachtbau im XXL-Format

Am zweiten Wochenende im Januar 2017 erblickte bei Abeking & Rasmussen die größte Yacht der Werftgeschichte das Licht der Welt.

Alles neu und alles in XXL: majestätisch gleitet die riesige Yacht über Schienen aus der nicht minder großen Fertigungshalle. A&R nutzt für den Stapellauf der neuen AVIVA ein aufwändiges Launching-System: Aus Norwegen wurde extra ein Ponton hertransportiert und im Hafenbecken verankert. Ein Spezialschubwagen mit 60 Rädern und eine Seilwinde bewegen das neue 98-Meter-Schiff – das größte in der über 100jährigen Geschichte der Werftentwicklung – langsam, aber in jedem Moment sicher in Richtung Wasser. Alles wie gewünscht und geplant.

Eine (Effizienz-)Klasse für sich

Perfektion ist oberstes Gebot: Das gilt nicht nur für den Stapellauf, sondern auch für das Großprojekt insgesamt. So stammt das Design der neuen AVIVA, einer Weiterentwicklung der 2007 entstandenen Yacht gleichen Namens, vom preisgekrönten Designbüro Reymond Langton. Das Exterieur mit seinem schlanken, charaktervollen und eleganten Profil wurde von Reymond Langton in Zusammenarbeit mit dem Designer Toby Silverton entwickelt. Im Interieur schufen sie eine moderne und doch mystische Einrichtung, in der sich eine Neuerung im Yachtbau verbirgt: einen ausgewachsenen Padel Tennis Platz – 20 Meter lang, 10 Meter hoch und sechs Meter hoch. Der mächtige und doch kurvenreiche Rumpf ist das Resultat von umfangreichen neuen Untersuchungen und Erprobungen; er kombiniert beste Seegangeigenschaften mit einem um 20% reduzierten Widerstand. Dies bedeutet weniger erforderliche Maschinenleistung, weniger Kraftstoffverbrauch sowie CO2-Einsparung und eine maximale Geschwindigkeit von 20 Knoten. Ein weiteres herausragendes Merkmal ist der Hybridantrieb: Er erlaubt ein Geschwindigkeit von bis zu 11 Knoten, nur mit elektrischem Antrieb und ohne Einsatz der Hauptmaschinen – eine ruhige, leise und umweltfreundliche Fahrt.

Striktes Tempo

A&R Sales Director Till von Krause zeigt sich sehr zufrieden, nicht zuletzt wegen des Timings. „Durch einen extrem hohen Planungsaufwand ist es gelungen, die Durchlaufzeit auf drei Jahre zu reduzieren. Sehr wenig Zeit für ein so großes Projekt. Dank unserer neuen Halle werden wir in Zukunft noch größere Yachten – bis 125 Meter – in noch kürzerer Zeit bauen. Insofern ist der heutige Tag für uns doppelt bedeutsam: wegen des gelungenen Stapellaufs und weil er ein neues Kapitel in unserer Unternehmensgeschichte markiert”.

Am Montag, dem 09. 01 konnte die AVIVA vom Ponton aus zu Wasser gelassen werden und befuhr zum ersten Mal auf eigenem Rumpf die Weser. Jetzt werden die Innenausbauten abgeschlossen und weitere Tests und Probefahrten durchgeführt, bis die Yacht dann im Frühjahr an ihren Eigner übergeben wird.