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Maritime LNG Plattform unterstützt Clean Arctic Alliance

Internationale Kampagne für ein Schwerölverbot in der Arktis bekommt weitere Unterstützung aus Deutschland

Die Deutsche Maritime LNG Plattform hat Mitte Juni 2017 das Arctic Commitment unterschrieben, das ein Verbot für die Nutzung von Schweröl (Heavy Fuel Oil, HFO) als Kraftstoff in der arktischen Schifffahrt fordert. Sie schließt sich somit einer diversen Gruppe von Unterstützern an, unter ihnen internationale Konzerne und Organisationen, Politiker und Polarforscher.

Sian Prior, Sprecherin der Clean Arctic Alliance, einer Koalition von internationalen NGOs, die im Januar 2017 das Arctic Commitment initiiert hat, freute sich über die Erweiterung des Unterstützerkreises: „Die Clean Arctic Alliance begrüßt die Maritime LNG Plattform als neues Mitglied einer wachsenden, internationalen Bewegung, die sich dafür ausspricht, die Nutzung von Schweröl als maritimen Kraftstoff in dem besonders sensiblen und einmaligen Ökosystem der Arktis zu verbieten.“ Sie ergänzte: „Die Schifffahrt kann schon heute deutlich emissionsärmere Kraftstoffe nutzen, wie zum Beispiel Erdgas (Methan), und hat somit bereits jetzt die Möglichkeit, freiwillig den Pfad zu einer nachhaltigen Zukunft zu beschreiten. Zwar befasst sich der Meeresumweltausschuss der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation in seiner nächsten Sitzung mit dem Schwerölverbot in der Arktis, doch braucht es hier noch stärkeres Engagement von Unternehmen und Regierungen, um ein entschlossenes Handeln des Gremiums einzufordern. Die Unterstützung der Plattform kommt also in einer besonderen wichtigen Phase unserer Kampagne.“

Tessa Rodewaldt, Geschäftsführerin der Plattform, betonte: „Die Plattform unterstützt ein Verbot von HFO als Schiffskraftstoff in der Arktis – und genau deshalb habe ich diese Woche für die Plattform das Arctic Commitment unterschrieben. Die Schifffahrt muss sauberer werden und eine sich verschärfende, internationale Regulierung treibt diesen Prozess voran. Dies muss allerdings auch für die Arktis gelten, deren Ökosystem besonders durch Emissionen gefährdet ist. Durch die Nutzung von Erdgas (Methan) als Schiffstreibstoff können Emissionen erheblich reduziert werden, wodurch die negativen Auswirkungen der Schifffahrt auf die fragile arktische Umwelt verringert werden können.“

Die Clean Arctic Alliance ist eine internationale Koalition von NGOs, die sich bei der IMO (International Maritime Organization) für ein Schwerölverbot in der arktischen Schifffahrt einsetzen. Der deutsche Partner der Alliance ist der Naturschutzbund Deutschland (NABU).

Die Deutsche Maritime LNG Plattform ist eine Interessenkoalition mit knapp 100 Mitgliedern und Partnern aus dem deutschen und internationalen maritimen Sektor. Ihr Ziel ist die Schaffung einer nachhaltigeren und sauberen Schifffahrt durch die Nutzung von Erdgas (Methan) als maritimen Kraftstoff und als Energiequelle, um Schadstoffemissionen, wie Stickoxide, Schwefeloxide, CO2. und Feinstaub zu reduzieren.

Das Arctic Commitment:

Am 25. Januar 2017 wurde das Arctic Commitment auf der Arctic Frontiers Konferenz im norwegischen Tromsø auf den Weg gebracht. Das Arctic Commitment ist eine Initiative der Clean Arctic Alliance und dem Kreuzfahrtunternehmen Hurtigruten, die Unternehmen und Organisationen dazu aufruft, sich ihrer Forderung nach einem stufenweisen Schwerölverbot in der Arktis anzuschließen. Zahlreiche Organisationen inklusive der Arctic Expedition Cruise Operators (AECO) haben bis heute schon das Arctic Commitment gezeichnet.

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