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Donauhafen Wien – Drehscheibe nicht nur für Güter, sondern auch für Filmschaffende

Aufschwung des Hafens schlägt sich in neuen Statistiken nieder.

Im Zuge der Förderung von Betriebsansiedelungen (durch Schaffung weiterer Logistikflächen) weitet der Wiener Donauhafen seine Logistik auf alle möglichen Branchen aus. So haben sich in einer HQ7 genannten, neu hinzugekommenen Logistikfläche verschiedene Filmteams eingemietet. Diese Teams benützen den Hafen bzw. seine Anlagen nicht nur als Drehort oder Filmkulisse, sondern lagern hier auch Kostüme – also logistische Aktivitäten bzw. Abwicklung von Produktionen.

      Dass der Hafen auch als Drehort für Filmszenen fungiert, mögen hier eineige Beispiele illustrieren. So wurden in letzter Zeit Szenen aus TV-Serien wie „SOKO Donau“, „Vorstadtweiber“, „Tatort“ oder „Schnell ermittelt“ hier gedreht, aber auch Teile nationaler und internationaler Kinofilme. Ferner wurde ein Teil der neuen Sky Original Produktion „Der Pass“ im Logistikzentrum HQ7 gedreht.

      Neue Zahlen unterstreichen die wachsende Bedeutung des Wiener Donauhafens mit seinen drei Güter-Teilhäfen Lobau (für flüssige Massengüter wie Treibstoffe, Heizöl, usw.), Freudenau (für Stück- und Schüttgüter, aber auch Container) und Albern (für Agrarprodukte, Baustoffe, Stahl udgl.) als nationale und internationale Logistikdrehscheibe dank der guten Anbindung an die Verkehrsträger Straße, Schiene und Wasser, sowie der Nähe des Flughafens Wien-Schwechat. Pro Jahr werden im Wiener Donauhafen derzeit ca 7 Mill. t Güter umgeschlagen und durchschnittlich 1000 Frachtschiffe abgefertigt. Im seit 1. August 2018 zu 100 Prozent mit Wasserkraft versorgten größten Container-Terminal Österreichs  (einem Tochterunternehmen des Wiener Hafens)  werden weit über 400.000 Container abgefertigt. Die Gesamtfläche von rund 3 Mill. qm macht den Wiener Hafen zum größten Güterverkehrszentrum im Osten Österreichs. Mit 270.000 qm Hallen- und Freilagerflächen zählt der Hafen zu den größten Lagerhaltern Österreichs (inklusive Tiefkühl- und Kühllager, sowie Hochregal und Blocklager). Alle Lagerflächen entsprechen einer Fläche von rund 40 (!) Fußballfeldern. Zuletzt zählte man über 100 Unternehmen mit rund 5000 Arbeitsplätzen mit Standort auf dem Hafengelände.

      Das im Alberner Hafen zuletzt errichtete Schwergutzentrum umfasst 4000 qm, dort gibt es auch einen neuen Hafenmobilkran mit einer Hebekraft von 84 t.

      2017 beliefen sich die Hafen-Investitionen auf rund 18,7 Mill. Euro (die endgültigen Zahlen für 2018 liegen noch nicht vor), damit wurden u.a. Umschlagsflächen und Gebäude umgebaut bzw. saniert und die Arbeiten für ein Hochwasser-Schutztor für den Teilhafen Albern gestartet.

Harald Krachler
Gastautor bei VEUS-Shipping.com.

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