Modell neues Mehrzweckschiff der Küstenwache

Auftrag an ABEKING & RASMUSSEN erteilt!

Zwei neue Mehrzweckschiffe für Nord- und Ostsee

Am 20. Dezember wurde der Auftrag für den Bau von zwei neuen Mehrzweckschiffen erteilt. Am Ende eines mehrstufigen Vergabeverfahrens ging der Auftrag zum Bau der Spezialschiffe an die Werft ABEKING & RASMUSSEN Schiffs- und Yachtwerft SE in Lemwerder.

Die beiden baugleichen Neubauten ersetzen die Schiffe „Scharhörn“ (Baujahr 1974), „Mellum“ (Baujahr 1984). Die neuen Schiffe werden komplett mit Erdgas betrieben und erhalten ein großes Hubschrauberlandedeck im Vorschiffsbereich.

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Die Beauftragung der neuen Schiffe ist eine gute Nachricht für alle Seeleute auf Nord- und Ostsee. Mit den neuen erdgasbetriebenen und mit dem Umweltzertifikat Blauer Engel ausgezeichneten Schiffen garantieren wir gleichzeitig einen hohen Sicherheits- und Umweltstandard für den anspruchsvollen Bau der Schiffe.“

In dem Auftrag ist zusätzlich die Option für ein drittes baugleiches Schiff als Ersatz der „Neuwerk“ (Baujahr 1998) enthalten. Die Entscheidung dazu wird im Laufe des Jahres 2020 getroffen.

Prof. Dr.Ing. Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt: „Sicherheit hat für uns höchste Priorität. Hochqualifiziertes Personal und modernste Technik, das sind optimale Voraussetzungen, um im Falle von Havarien schnell und bestmöglich zu handeln. Die neuen Mehrzweckschiffe machen die Nord- und Ostsee noch sicherer!“

Durch die Spezialausstattung dieser innovativen Neubauten werden die operativen Möglichkeiten deutlich verbessert. Eingebaut werden u.a. Chemikalientanks mit einem Volumen von ca. 1000 m³, ein explosionsgeschützter Sicherheits- und Containerladeraum sowie Ölaufnahmegeräte wie Skimmer, Ölsammeltanks und ein Separationsraum. Darüber hinaus haben die Neubauten Notschleppeinrichtungen mit einem Pfahlzug von 1450 kN (145 t).

Auf den neuen Mehrzweckschiffen ist Platz für eine 16-köpfige Besatzung plus 34 Personen – speziell geschultes Brandbekämpfungspersonal – die im Falle einer Havarie zum Einsatz kommen.

Mit der Planung und Konzeption sowie der Ausschreibung und Bauwicklung wurde die Bundesanstalt für Wasserbau (BAW), Referat Schiffstechnik, beauftragt. Das erste neue Mehrzweckschiff wird 2023 in Betrieb gehen, das zweite Schiff ist dann 2024 zu erwarten. Die Auftragssumme für die zwei Neubauten beträgt insgesamt rund 404 Mio. €.