Schubschiffsmotoren sollen mit Erdgas betrieben werden

MTU und Robert Allan entwickeln Flachwasserschuber

Das Flachwasser-Schubschiff soll in Binnengewässern eingesetzt werden
Das Flachwasser-Schubschiff soll in Binnengewässern eingesetzt werden, Visualisierung: Rolls-Royce/Robert Allan (©MTU)

Rolls-Royce und das kanadische Schiffsdesignunternehmen Robert Allan haben das erste Flachwasser-Schubschiff der Welt mit LNG-Gasmotorantrieb entwickelt (gemeint ist natürlich „…mit Verbrennungsmotoren die Erdgas als Kraftstoff zur Leistungsentfaltung nutzen“, die Red.). Die Klassifikationsgesellschaft DNV GL bescheinigte dem gemeinsamen Konzept anlässlich der International Workboat-Show in New Orleans die grundsätzliche Zulassungsfähigkeit (Approval in Principle). Das von zwei MTU-Gasmotoren, die entsprechend dem Otto-Verbrennungssystem arbeiten, des Typs 8V4000M55RN angetriebene Schubschiff für den Einsatz auf Binnengewässern ist kostengünstiger im Betrieb und verursacht weniger umwelt- und klimaschädliche Abgase als Schiffe mit „konventionellem Kraftstoff“ (die Red.), sagt Rolls Royce.

Das von den beiden Unternehmen erarbeitete Konzept des gasmotorbetriebenen Flachwasser-Schubschiffs basiert auf dem bewährten Robert-Allan-Design RApide 2800-Z2, das bereits für einige dieselbetriebene Schiffe auf dem Amazonas verwendet wird. Das für den erdgasbetriebene veränderte Schiffsdesign ermöglicht nicht nur den Einbau der beiden MTU-Gasmotoren mit der Emissionseinstellung entsprechend IMO Tier III und jeweils 746 kW Leistung, sondern des gesamten Gasversorgungssystems, das ebenfalls von Rolls-Royce geliefert werden kann, ebenso wie auch das Gassteuerungs- und Sicherheitssystem sowie die Schiffsteuerung.

Der Rumpf des 28 m langen und 10 m breiten Schubers mit einem Tiefgang von 2,5 m wurde so umgestaltet, dass er neben der normalen Maschineneinrichtung auch den 70 m3 fassenden LNG-Tank aufnehmen kann.